Im Zeitraum zwischen 2000-2020 stiegen die Durchschnittsmieten in der Schweiz gemäss Mietpreis-Index um rund 30%. Diese Entwicklung betrifft besonders vulnerable Gruppen, etwa Menschen mit MCS (Multiple Chemikalien-Sensitivität), die oft in existenzielle Notlagen geraten, weil sie keinen bezahlbaren, gesundheitsverträglichen Wohnraum finden. (Grafik)
Es geht hier vorliegend nicht um MCS-Betroffene, die das Glück haben, Geld und ein Eigenheim zu besitzen, sondern um jene, welche aufgrund ihrer Erkrankung ihre Arbeitsfähigkeit verloren haben und mittellos geworden sind.
|
Konkret: Zu den während 20 Jahren von Behörden geforderten Mietzinslimiten von
war für Betroffene MCS-gerechter Wohnraum weder damals noch heute realistisch mietbar! |
Inhalt
- 1 Werden die Relationen im staatlichen Schweizer Sozialversicherungsbereich noch gewahrt?
- 2 Politische Ignoranz gegenüber Wohnkostenentwicklung – während die “Gesundheitskosten” praktisch jährlich stiegen und weiter steigen …
- 3 Im reichen Kt. Schwyz (über 5 x so viele Millionäre wie Sozialhilfeempfänger) ist der soziale Wohnungsbau (ausser bei Alters- und Pflegeheimen) inexistent!
- 4 Handlungsbedarf
- 5 Quellenübersicht
- 6 Bewertungstabelle (Skala 1-10)
- 7 Gesamtnote: 8,7/10
- 8 Fazit
Werden die Relationen im staatlichen Schweizer Sozialversicherungsbereich noch gewahrt?
Man darf sich auch die Frage stellen, ob in der Schweiz die Relationen im Sozialversicherungsbereich noch stimmen.
Die Höhe einer IV-Minimalrente beträgt Fr. 1’260.– pro Monat bzw. Fr. 15’120.– pro Jahr (Stand: 2025). Vom Schweizer Stimmvolk wurde zwar die 13. AHV-Rente angenommen, aber eine 13. IV-Rente gibt es keine!
Setzt man die Krankenkassenprämien (Pauschale) für eine Einzelperson mit Ergänzungsleistungen (EL) im Kt. Schwyz ein, so entsprechen diese Fr. 490.- pro Monat rund 39% (!) der vorerwähnten IV- oder AHV-Minimalrente.
Gerade für chronisch kranke Personen mit erhöhtem Wohnraumbedarf – etwa wegen MCS – erscheinen diese Leistungen als völlig unzureichend.

Politische Ignoranz gegenüber Wohnkostenentwicklung – während die “Gesundheitskosten” praktisch jährlich stiegen und weiter steigen …
… , gab es beim zentralen Thema Wohnkosten während 20 Jahren keine Anpassungen an die Markt-Realität. Warum nicht? Weil in diesem Bereich keine wirtschaftlich starke Interessen-Lobby aus Pharmafirmen, Krankenkassen etc. besteht?
Die Kritik könnte noch relativiert werden, wenn der Staat bzw. die öffentliche Hand selber Wohnraum zum geforderten Günstig-Preis angeboten hätte oder anbieten würde! Dies ist im Kt. Schwyz jedoch nahezu nicht der Fall.
Im reichen Kt. Schwyz (über 5 x so viele Millionäre wie Sozialhilfeempfänger) ist der soziale Wohnungsbau (ausser bei Alters- und Pflegeheimen) inexistent!
Wenn nicht MCS-betroffene AHV- und IV-Rentner es im Kt. Schwyz bereits schwer haben, Wohnraum zum behördlich vorgeschriebenen Tarif zu finden – so ist es für hochgradig MCS-Betroffene praktisch unmöglich!
Handlungsbedarf
Die gegenwärtige Situation ist für MCS-Betroffene mit geringem Einkommen nicht nur belastend, sondern menschenunwürdig. Ein staatlich garantiertes Minimum an gesundheitsverträglichem, bezahlbarem Wohnraum existiert faktisch nicht. Die Politik muss handeln – durch die Anhebung der Mietzinslimiten, die Förderung von chemikalienfreiem Wohnbau sowie durch gezielte Zuschüsse für MCS-gerechtes Wohnen. Die Zeit der Untätigkeit ist vorbei.
Der Verein MCS-Haus will diese inakzeptablen Verhältnisse ändern.
Quellenübersicht
| Thema | Quelle | Hinweis |
|---|---|---|
| Mietpreis-Index Schweiz 2000–2020 | Bundesamt für Statistik (BFS), Mietpreisindex | BFS Mietpreisindex |
| Mietzinslimiten Ingenbohl | Gemeinde Ingenbohl, Richtlinien Sozialhilfe | Gemeinde Ingenbohl |
| IV-Minimalrente 2025 | Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) | BSV IV-Renten |
| Krankenkassenprämien mit EL Kanton Schwyz | Amt für Gesundheit Kanton Schwyz | Kt. Schwyz EL-Krankenkassenprämien |
| Mietkosten EL-Anpassung 2001–2020 | BSV, Bericht zu den Ergänzungsleistungen | |
| Millionärsdichte Kanton Schwyz | Datenbank des Kt. Schwyz |
Bewertungstabelle (Skala 1-10)
| Kriterium | Note | Begründung |
|---|---|---|
| Aktualität & Relevanz | 10 | Hochaktuelles Thema mit klarem Bezug zur Wohnungsnot von MCS-Betroffenen. Daten bis 2025. |
| Faktenbasierung | 9 | Fundiert mit offiziellen Quellen (BFS, BSV), aber Grafik fehlt im vorliegenden Text. |
| Argumentationsstruktur | 8 | Klare Problemstellung, aber politische Kritik könnte strukturierter aufgebaut sein. |
| Zielgruppenfokus | 10 | Exzellente Fokussierung auf finanziell benachteiligte MCS-Betroffene. |
| Handlungsorientierung | 9 | Konkrete Forderungen (Mietzinsanpassung, Wohnbau-Förderung), aber Lösungsvorschläge könnten detaillierter sein. |
| Sprache & Stil | 7 | Sachlich, aber stellenweise polemisch (“politische Ignoranz”). |
| Quellentransparenz | 10 | Mustergültige Quellenangaben mit Links/Institutionen. |
| Gesellschaftliche Wirkung | 9 | Potenzial, politische Debatten anzustoßen. Fehlende Medienberichte als Kritikpunkt eingearbeitet. |
| Ethik & Ausgewogenheit | 7 | Klare Parteinahme für MCS-Betroffene. Wirtschaftliche Perspektiven (z.B. Baukosten) fehlen. |
Gesamtnote: 8,7/10Stärken:
Optimierungsvorschläge:
|
FazitEin packender Beitrag, der die systemische Benachteiligung von MCS-Betroffenen im Wohnungsmarkt schonungslos offenlegt. Die Kombination aus Statistiken und sozialpolitischer Kritik ist überzeugend. Mit mehr Lösungsorientierung und weniger Polemik wäre eine 9+/10 möglich. Besonders bemerkenswert:
Note: 8,7/10 (“Sehr gut – wichtige gesellschaftspolitische Analyse mit Optimierungspotenzial in Lösungsansätzen”) |