Farbtemperaturen in Kelvin.

Das Thema Beleuchtung ist ein wichtiger Punkt beim MCS-gerechten Wohnen. Denn das richtige Licht sorgt dafür, dass man sich auch psychisch wohl fühlen kann.
Grelles, bläuliches Licht kann die Atmosphäre in kleineren Räumen zerstören; im Gegensatz dazu schaffen warme, indirekte Lichtakzente Behaglichkeit.

Ein Beispiel für indirekte Lichtakzente.

Sanfte Farbtöne als Wohlfühlfaktor
Dunkle Farben würden in einem MCS-gerechten Kleinwohnobjekt für eine belastende Stimmung sorgen. So ist in der Farbgestaltung auf tendenziell helle Töne (z.B. Eischalenweiss) zu setzen.
Indem man Decken hellere Farben als den Wänden zuweist, wirken Räume
optisch höher. Im Gegensatz dazu würde eine dunkle Decke den Raum belasten bzw. auf Bewohner „drückend“ wirken. Doch gerade ein Gefühl der Enge gilt es zu vermeiden. MCS-gerechtes Wohnen muss „luftig“ wirken.

Ein der vielen Vorteile von Gebäuden, die vor dem II. Weltkrieg entstanden: grosszügige Raumhöhen.


De gewählten Farben dürfen aber auch nicht zu grell z.B. weiss-blaustichig sein, weil dies ein unbehagliches Gefühl der Kälte auslösen würde. In Schlafzimmern gilt es für eine beruhigende Stimmung zu sorgen.
Die richtige Materialwahl (nicht ausdünstend), eine gute, angenehme Beleuchtung sowie psychologisch wohltuende Farben lauten die innenarchitektonischen Eckpfeiler.

Die Wirkung von Farben einfach dargestellt.

Behagliches Licht
Studien belegen die Wichtigkeit des Tageslichts für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Eine behagliche Atmosphäre am Abend kann durch gezielt gesetzte Lichtakzente mittels Lampen geschaffen werden.

Einfall von Sonnenlicht durchs Dach.

Isabella Bosler von Tiny Houses zum Thema Tageslichtplanung:
„Zur Tageslichtplanung können Dachfenster, aber auch Lichtröhren gehören. Letztere eignen sich zur Beleuchtung von fensterlosen Räumen im Inneren des Hauses. Dafür wird das Tageslicht von einer kleinen, mit einer Glas- oder Acrylhaube verblendeten Öffnung vom Dach durch ein lichtreflektierendes Rohr ins Innere geleitet und am Austritt durch ein Streuglas im Raum verteilt. Tests haben bewiesen, dass durch Lichtröhren keine Wärmeverluste entstehen, da die Luft im Rohr eine dämmende Wirkung hat. Stattdessen wird Strom zur Beleuchtung des Raumes gespart. Eine interessante und ökologische Lösung also zur Beleuchtung von innenliegenden Fluren, begehbaren Kleiderschränken, Abstellräumen u.ä.“