Bei der multiplen Chemikaliensensibilität (MCS) handelt es sich um eine Empfindlichkeit auf Umweltchemikalien vieler Arten. Charakteristisch ist z.B. eine absolute Unverträglichkeit von Parfümstoffen (in Haushaltprodukten wie Waschmitteln, Putz- und Reinigungsmitteln etc.).
Menschen mit multipler chemischer Empfindlichkeit reagieren vorerst auf ein schädigendes Umweltprodukt, das sie sozusagen sensibilisiert. Bei MCS steigert sich die Empfindlichkeit in zunehmendem Masse, so dass auch kleinste Konzentrationen in der Umwelt wahrgenommen werden und Symptome (z.B. Kopfweh, starkes Schwitzen, heftiger Juckreiz, Nervosität, Erschöpfungszustände) verursachen können. 
Eine eigentliche Behandlung von MCS gibt es nicht; das absolut Wichtigste ist die Karenz (=Expositionsvermeidung).

Medizinische Klassifizierung
Chemikaliensensibilität (MCS) trägt nach dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) den ICD-10 Diagnoseschlüssel T78.4, siehe unter http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2016/block-t66-t78.htm

Worum geht es beim MCS-Pionierprojekt?
Um duftstoff- und schadstofffreien Wohnraum. Damit zwingend verbunden eine Raumpflege mit ausschliesslich duft- und schadstofffreien Produkten.
Für Betroffene stellt es heutzutage ein fast unlösbares Problem dar, solchen „safen“ Wohnraum zu finden. Mit dem Motto „Taten statt Worte“ will der Verein MCS-Haus durch Selbsthilfe dieses Problem lösen.