Was in den Medien (selbstverständlich) nicht gezeigt wurde: Das angeblich „gesündeste Haus Europas“ wurde während des Baus mit chemisch ausgasenden Spanplatten umzäunt. Von Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und MCS-gerecht keine Spur.

Weshalb wird vorliegend zum MCS-Wohnprojekt Zürich-Leimbach Stellung genommen? Weil wir von Wohlmeinenden regelmässig mit Post über dieses „zukunftsweisende MCS-Projekt ZH-Leimbach“ versorgt werden. Dies quasi mit dem Hinweis, wir müssten uns an diesem Projekt orientieren.

Die betr. Leute vergessen, dass die Idee „MCS-Wohnprojekt“ ursprünglich im Kt. Schwyz geboren wurde (Jahre bevor die Stadt Zürich damit kam)! Ebenso existierte der Verein MCS-Haus vor der Genossenschaft Gesundes Wohnen MCS.
Ein grundlegender Unterschied ist, dass MCS-gerechtes Wohnen im Kt. Zürich behördlich gefördert wird – im Nachbarkanton Schwyz nicht.

Perfekt inszenierte PR-Aktion mit dem angeblich „gesündesten Haus der Welt“.

Das „Gemeinschafts-Prinzip“ funktioniert bei MCS nicht
Der konzeptionelle Grundfehler des MCS-Wohnprojekts Leimbach: Bei MCS muss nicht das Kollektiv im Zentrum stehen, sondern der individuelle MCS-Patient!
Das Projekt Leimbach fand wohl aber nicht zuletzt deshalb finanziell Unterstützung (und musste vielleicht sogar aus diesem Grund so ausgelegt werden), weil es auf ein vermeintliches Kollektiv setzt(e).

Schlagworte wie „Betreutes Wohnen“, „MCS-Mehrfamilienhaus“ kommen heutzutage an und sind mehrheitsfähig
Ein hochgradig MCS-betroffener Patient sehnt sich jedoch nicht nach „Gemeinschaft“ und „Leben im Kollektiv“, sondern primär nach einem möglichst beschwerdefreien Leben in einer abgeschotteten Wohninsel. Es geht nicht darum, was „andere“ (die vielleicht nie ein medizinisches Fachbuch über MCS gelesen oder sich sonst gründlich über das Thema informiert haben) glauben, was für MCS-Patienten „richtig sein könnte“, sondern es geht darum, dem gesundheitlichen Bedürfnis des einzelnen hochgradigen MCS-Patienten bestmöglich zu entsprechen.

Der Unterschied zwischen Konsens und Kompromiss
Wie sagte doch einst der Schweizer Sachbuchautor Hans A. Pestalozzi: „Kompromisse sind keine echten Lösungen. Sie entsprechen nicht meiner Überzeugung. Nur im Konsens – in der Übereinstimmung – liegt die Lösung.“ Genau das ist bei MCS entscheidend!
6.6.16 Stellungnahme von Urs Beeler zum Schlussbericht des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern betr. des MCS-Wohnprojekts Zürich-Leimbach, PDF 6,0 MB.

Warum ist das MCS-Wohnprojekt Zürich-Leimbach falsch konzipiert? (Teil 2)