Es geht hier vorliegend nicht um MCS-Betroffene, die das Glück haben, Geld und ein Eigenheim zu besitzen, sondern um jene, welche auf Grund ihre Erkrankung ihre Arbeitsfähigkeit verloren haben und mittellos geworden sind.
Zu den heutzutage von Behörden geforderten Mietzinslimiten von Fr. 800.- (1-Personenhaushalt Sozialhilfe), Fr. 1’100.- (2-Personenhaushalt Sozialhilfe) bzw. Fr. 1’250.– (EL) gibt es keinen MCS-gerechten Wohnraum!

Werden die Relationen im staatlichen Schweizer Sozialversicherungsbereich noch gewahrt?
Man darf sich wirklich fragen, ob in der Schweiz gegenwärtig die Relationen im Sozialversicherungsbereich noch stimmen.
Einer Internetseite des Sozialdepartements des Kanton Zürich ist zu entnehmen, dass die Höhe einer IV-Minimalrente Fr. 13’920.– pro Jahr beträgt (Stand: 2014).
Setzt man demgegenüber die Krankenkassenprämien (Pauschale) für ein Zürcher Ehepaar (Ehemann 100% invalide) ein, so entsprechen diese Fr. 10’032.– rund 72% (!) der vorerwähnten IV- oder AHV-Minimalrente.

Seit dem Jahre 2001 wurden die anrechenbaren Mietkosten in der EL bis heute kein einziges Mal angepasst. Dies führte dazu, dass Schweizer EL-EmpfängerInnen die massiv gestiegenen Mietkosten über ihren sonst schon bescheidenen Lebensbedarf zusatzfinanzieren müssen.

Während die „Gesundheitskosten“ praktisch jährlich steigen …
…sowie höhere Prämien zu bezahlen und ebenso über die Jahre auch die Mieten (aufgrund starker Zuwanderung) gestiegen sind, gibt es beim zentralen Thema Wohnkosten aus Behördenoptik praktisch keine Anpassungen an die Markt-Realität. Warum nicht? Weil in diesem Bereich keine wirtschaftlich starke Interessen-Lobby aus Pharmafirmen, Krankenkassen etc. besteht?
Die Kritik könnte noch relativiert werden, wenn der Staat resp. die öffentliche Hand selber Wohnraum zum geforderten Günstig-Preis anbieten würde! Dies ist im Kt. Schwyz jedoch nicht der Fall.

Im reichen Kt. Schwyz (über 5 x soviele Millionäre wie Sozialhilfeempfänger) ist der soziale Wohnungsbau praktisch inexistent!
Wenn nicht MCS-betroffene AHV- und IV-Rentner es im Kt. Schwyz bereits schwer haben, Wohnraum zum behördlich vorgeschriebenen Tarif zu finden – so ist es für hochgradig MCS-Betroffene praktisch unmöglich!

Der Verein MCS-Haus will solche inakzeptablen Verhältnisse ändern.