Peter Ustinov (1921-2004)

Was der Sinn des Lebens ist, weiss keiner genau. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

Das Leben ist für alle Menschen endlich. Deshalb sollte die irdische Zeit positiv, verantwortungsvoll und sinnvoll genutzt werden.

Der Kanton Schwyz zählt mehr als 5x soviele Millionäre wie Sozialhilfeempfänger. Nicht wenige werden jetzt glauben, dass unter solchen Rahmenbedingungen ein MCS-Wohnprojekt Innerschwyz relativ einfach zu finanzieren sei. Dem ist leider – so zeigen die praktischen Erfahrungen der vergangenen Jahre – nicht so.

Manchmal lässt sich nicht alles erklären
Es ist im Kt. Schwyz und anderen Kantonen relativ einfach möglich, z.B. 1 Mio. Franken und mehr für die Renovation eines Abbruchobjekts zusammenzukriegen, sofern es unter einem geeigneten Titel „Denkmalschutz“, „Kultur“ etc. läuft. Bekannte vermögende Stiftungen, Fonds (und selbstverständlich in einem solchen Fall auch die öffentliche Hand) spenden grosszügig hunderttausende von Franken. Man könnte fast den Eindruck bekommen, das Geld liege – sofern es um „Denkmalschutz“, „Kultur“, „Kunst“ etc. geht – auf der Strasse.
Das Kloster Einsiedeln erhielt von einer Basler Stiftung Fr. 100’000.– für seine Waldbewirtschaftung. Ist das tatsächlich notwendig und nützlich (vgl. Thema 
Heizen mit Holz)?
Selbstverständlich: Spender sind frei (es handelt sich ja um ihr Geld).

Anders betr. MCS-gerechtem Wohnraum
Dieselben Stiftungen, welche für „Denkmalschutz“, „Kultur“, „Kunst“ etc. Fr. 100’000.– und mehr spenden, antworten seit Jahren mit Absagebriefen bezüglich der Unterstützung eines MCS-Wohnprojekts Innerschwyz. Die Frage darf gestellt werden: Was für eine Prioritäten-Logik steckt dahinter?
Ob irgend ein kultureller oder künstlerischer Anlass stattfindet oder nicht bzw. ein Kulturobjekt vorhanden ist oder nicht – wen tangiert das effektiv?
MCS-gerechtem Wohnen kommt für hochgradig Betroffenen jedoch eine 
lebenswichtige Bedeutung zu.

In der Sendung „10 vor 10“ vom 10.12.13 des Schweizer Fernsehens nennt Dr. med. John van Limburg Stirum, Zürich, zwei Fälle von MCS-Betroffenen, welche sich aus Verzweiflung (weil sie keinen safen Wohnraum finden konnten) das Leben nahmen
In der Art läuft es seit Jahren – und es geschieht rein gar nichts! (Heuchlerische FFEs „zwecks Lebensrettung“ lösen das Problem nicht!)
Dabei könnte im Verhältnis mit wenig Geld das Problem des fehlenden MCS-gerechten Wohnraums (zum IV/EL-Tarif) gelöst werden
– wenn man denn wollte!

Weil es sich aber um ein Minderheiten-Anliegen handelt, fehlt bis heute die Unterstützung
Einfach ist es hingegen in der Schweiz für irgend ein Jodler-, Tambouren-, Pfeifer-, Schwing- und Älplerfest Geld zu sammeln, für einen regionalen Fussballverein oder für die Neuuniformierung irgend einer Feldmusik. Solches ist „man“ – obwohl es gar nicht lebenswichtig ist – zu finanzieren bereit. Aber ein ehrliches und positives Engagement für hochgradig MCS-Betroffene?
Kritisiert wird nicht explizit, dass Geld für obige Anlässe gesammelt wird – kritisiert wird lediglich und zurecht die Tatsache, dass von Kreisen, welche solche Veranstaltungen selbstverständlich und grosszügig finanzieren (z.B. Blocher – EMS), die Notwendigkeit der Finanzierung von MCS-gerechtem Wohnraum seit Jahren ignoriert wird. Wenn es um wirklich Wichtiges und gesundheitlich Notwendiges geht, ist es mit der Geberlaune rasch vorbei – eine solche Mentalität ist nicht nachvollziehbar.